Die 10 häufigsten Webdesign-Fehler 2020

11Minuten

Weißt du, wie lange es dauert, bis sich ein Besucher eine Meinung über deine Website gebildet hat, wenn er sie zum ersten Mal besucht? Nicht mal eine Sekunde!

Um genau zu sein brauchen die meisten Menschen etwa 50 Millisekunden (0,05 Sekunden), um zu entscheiden, ob ihnen eine Website gefällt oder nicht. So wankelmütig ist der Durchschnittsverbraucher online, nur weil er bei der ganzen Online-Shopping Auswahl die Qual der Wahl hat. Jedes Unternehmen mit einer Website muss versuchen, den Besuchern seiner Website die bessere Berufserfahrung zu beweisen. Dies ist im Allgemeinen der entscheidende Faktor dafür, ob der Besucher auf der Website bleibt, oder ob er lieber eine Andere besucht.

Online-Konsumenten besitzen die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs und die Aufmerksamkeitsspanne der mobilen Nutzer ist ebenfalls massiv zurück gegangen. Das sind nicht besten Nachrichten für Unternehmen, die Online-Besucher zu Käufern formen wollen. Selbst wenn sich der Besucher aus irgendeinem Grund entscheidet, auf der Website zu bleiben, werden sich etwa 40% der Besucher nicht auf die Website einlassen, wenn sie das Layout unattraktiv finden und der Inhalt schlecht ist. - Um das zu umgehen, sollte man bestimmte Fehler im Webdesign vermeiden.

Hier beschreiben wir 10 der häufigsten Fehler im Webdesign:

1. Zu viel Information oder Illustrationen

Stelle relevante Geschäftsinformation sofort sichtbar und kompakt auf deiner Website dar, aber Mut zur Lücke! Besucher, die nicht innerhalb weniger Sekunden nach ihrer Ankunft auf deiner Website verstehen können, worum es auf deiner Seite geht, werden diese wieder verlassen. Das ist zwar wichtig zu bedenken, führt aber oft dazu, dass sich Kleinunternehmen zu sehr über den Tellerrand hinausschieben und den Betrachter mit ihren Inhalten überfluten. Websites mit Unmengen an Bildern, Texten und anderen Elementen brauchen eine Weile, bis sie geladen sind und sie verwirren deine Besucher. Vermeide daher überfülltes Design.

2. Zu wenig Inhalt

Webseiten, auf denen so gut wie kein aussagekräftiger Inhalt zu finden ist, befinden sich am anderen Ende des Spektrums. Minimalismus im Design ist im Moment zwar ein großer Trend, aber er funktioniert nur sehr gut, wenn er richtig umgesetzt wird. Einige Websites sind übermäßig kryptisch und überlassen dem Besucher zu viel Fantasie. Das ist ein großer Fehler. Deine Besucher wollen wissen, wer du bist, für was dein Unternehmen steht und was es für sie tun kann. Wenn du dich zu sehr auf einfache und nichts sagende Bilder ohne klare Richtung verlässt, lässt du deine Besucher im Dunkeln tappen und das ist keine gute Sache, ihr Interesse für dein Produkt oder Unternehmen wird nicht geweckt, wenn wesentliche Information zu dir und deinem Unternehmen nicht gegeben sind.

3. Das Design ist verwirrend (kein Corporate- Design)

Irgendwo in der Mitte des zu viel-/zu wenig Spektrums liegt die gefürchtete "Confused - Brand -Website". Die verwirrende Website ist eine Seite, die eine zu große Vielfalt von Schriften, Bildern, Farbpaletten und Themen integriert, zwischen denen kein richtiger Zusammenhang besteht. Sowas geschieht aus einer Reihe von Gründen. Das kann passieren, wenn du keine gute Vorstellung von deinem Markenimage hast. Du kannst leicht in diese Falle tappen, wenn dir zu viele Designvorlagen gefallen und du sie alle verwenden möchtest, nur weil du dich nicht entscheiden kannst. Dein Design kann ebenfalls verwirrend wirken, wenn du unbedingt deine ganzen Ideen einbringen möchtest, ohne dir dafür ein stimmiges Konzept zu überlegen. Du solltest deine Website keinesfalls bestehend aus verschiedenen Teilkomponenten wahrnehmen, sondern sie als ein zusammenhängendes und harmonisches Gesamtpaket entwicklen. Wenn du eine Website entwirfst, wähle ein Thema, ein Logo, 1-3 Farben und eine Schriftart und bleibe bei allen anderen Aspekten deiner Website bei diesem Schema, so gelingt es dir, deine Informationen als stimmige Gesamtheit übersichtlich zu präsentieren.

4. Ein schrecklicher CTA (Call to Action Button)

Dein CTA ist das Tor zu deinem Unternehmen. Er befielt deinen Besuchern, etwas zu tun: Klicken Sie Hier! Sichern Sie sich einen Gutschein! Erfahren Sie mehr über das Produkt! - Natürlich ist es sehr wichtig, dass dein CTA den Besuchern klar sagt, was sie zu tun haben. Es sollten genügend Information vorhanden sein, damit die Besucher wissen, was sie durch ihr Klicken auf diesen Button erwarten können und welche Information sie selbst bereitstellen müssen. Auf der anderen Seite gibt es einen schmalen Grat zwischen hilfreich und lästig. Achte darauf, dass dein CTA prägnant ist und dem Kunden genau sagt, was er tun soll, oder was er zu erwarten hat. Beschränke das Ausfüllen der Formulare auf ein Minimum.

5. Schlechte Nutzung von Whitespace und Inhalt

Der Inhalt ist einer der wichtigsten und ein entscheidenden Teile deiner Website. Der Inhalt ist das, was die Leser über dein Unternehmen erfährt und die von dir angebotenen Produkte oder Dienstleistungen informiert. Achte sorgfältig drauf, welche Schriftarten du wählst und wie der Inhalt auf deiner Seite dargestellt wird, damit es für den Besucher angenehm und einfach zu lesen ist.

Die Schriftarten vermitteln zusätzlich zu den eigentlichen Wörtern, die du schreibst, dein Corporate-Design. Achte auch darauf, dass du eine gut lesbare und attraktive Schriftart wählst. Nutze den Whitepace gut aus, um den Blick des Betrachters auf deiner Website zu lenken und so große Textblöcke weniger einschüchternd wirken zu lassen. Du solltest niemals zu viel Text verwenden, sonst kann der Text auf den Besucher überflutend wirken, so dass er ihn nicht lesen möchte und schon vorher deine Seite verlässt. Breche den Text dort auf, wo es möglich ist und verwende nach Möglichkeit visuelle Elemente zur Darstellung von Konzepten. Der Inhalt sollte immer auf dem neusten Stand sein, das heißt du musst deine Website pflegen und sie regelmäßig aktualisieren, sonst könnten die Kunden denken, dass du dein Geschäft aufgegeben hast.

6. Schlechte oder irrelevante Bilder

Auch Fotos und Grafiken sind ein integraler Bestandteil des Webdesigns. Bilder können komplexe Gedanken schnell vermitteln, ohne dass der Text gelesen werden muss. Dennoch verwenden viele Unternehmen unerklärlicherweise irrelevante Bilder oder Bilder mit geringer Qualität. Bilder, die nicht von höchster Auflösung sind, bringen deine Website durcheinander und halten Besucher fern, da du so einen sehr unprofessionellen Eindruck hinterlässt. Ebenso werden unwesentliche Bilder deine Leser nur verwirren und sie dazu bringen, sich zu fragen, was du hier zu vermitteln versuchst.

7. Versteckte Navigation

Probleme bei der Navigierbarkeit werden die Popularität deiner Seite schnell zunichte machen. Wir leben in einer Zeit, in der uns alles in einem Augenbilck geliefert wird, und alles, was länger dauert als dieser kurze Moment, wird dazu führen, dass die Leute deine Website verlassen. Ein häufiger Fehler im Webdesign ist, dass das Navigationsmenü schwer zu finden ist. Warst du schon einmal auf einer Website und konntest das Menü oder die Suchleiste nicht finden? - Das ist ärgerlich. Sorge dafür, dass die Navigationsaspekte deiner Website leicht verständlich und gut erkennbar sind, dann finden sich die Besucher schnell und sicher auf deiner Webseite zurecht.

8. Zielgruppe verfehlt

Als Inhaber eines Unternehmen weißt du wie wichtig es ist, seine Zielgruppe zu kennen. Du hast wahrscheinlich Stunden damit verbracht, Kundenprofile zu erstellen und herauszufinden, wie du die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf dich ziehen kannst. Das ist beim Webdesign genauso wichtig! Die Art und Weise, wie deine Website aussieht und sich anfühlt, wird eine bestimmte Gruppe von Besuchern anziehen. Einige Websites sind professionell o. formal, einige sind im Trend und hip, während andere lustig und lebendig erscheinen. Doch manchmal versucht eine Website ein zu großes Publikum anzusprechen. Wenn du versucht zu vielen Kundengruppen zu gefallen, produzierst du am Ende eine zu verwirrende Website. Identifiziere und profiliere dein Zielpublikum und sorge dafür, dass es die Leute anspricht.

9. Fehlende Kontaktinformation

Seltsamerweise ist fehlende oder unübersichtliche Kontaktinformation ein häufiger Fehler. Der Moment, in dem sich der Besucher für den Kauf oder für eine Dienstleistung entscheidet ist sehr wichtig. In dem Augenblick, in dem sie sich entscheiden, dass dein Unternehmen oder Produkt das Richtige für sie ist, musst du deine Website unbedingt mit der notwendigen Kontaktinformation füllen. Wenn ein Besucher deine Website nach Kontaktinformation durchsuchen muss, wird er wahrscheinlich frustriert sein und die Seite verlassen. Deine "Kontakt-Seite" sollte immer nur einen Klick entfernt sein, oder sich im Foster (Unten) auf jeder Seite befinden, damit die Kunden ohne langes Suchen darauf zugreifen können.

10. Schwaches SEO

Damit deine Website bei Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo usw. auf der ersten Seite steht, musst du verschiedene SEO-Tools verwenden. Zum Beispiel können die richtigen Keywords auf deiner Website mehr Traffic verursachen, da Leute deine Seite bei Suchanfragen besser finden. Darüber hinaus kann ein Blog auf deiner Website deinen SEO verbessern. Wenn du selbst keine Zeit für einen Blog hast, kannst du zum Beispiel einen freiberuflichen Schriftsteller beauftragen, der sich um die Texte für deinen Blog kümmert und diesen pflegt.

Zusammenfassend

Sei nicht zu hart zu dir selbst, wenn du feststellst, dass du einen der Webdesign-Fehler gemacht hast. Alles wird gut, denn die schlimmsten Webdesign-Fehler sind alle behebbar und die Meisten können ohne viel Arbeit behoben werden. Du solltest deine Website immer analysieren und optimieren, um mehr Besucher zu konvertieren. Du solltest das Webdesign deiner Unternehmenswebsite nicht unterschätzen, denn es kann dein gesamtes Geschäftsmodell positiv verändern, aber auch zerstören.